RESEARCH DATA MANAGEMENT

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Modul 9-1

Train the Trainer – Beispielkurs

In diesem Modul zeigen wir Ihnen einen ganz kurzen Beispielkurs.  Die Folien sind mit kurzen Erläuterungen zum Aufbau des Kurses ergänzt, die in den folgenden Teilen zur Methodik und Didaktik von Weiterbildungen genauer erläutert werden.

All cartoons courtesyof JørgenStamp,
Digitalbevaring.dk.CC BY 2.5.

  35 min

Lernziele

Der Kurs wurde so konzipiert, damit die Teilnehmer in möglichst kurzer Zeit

  • die Definitionen von Daten, Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement (FDM) kennenlernen,
  • die Hauptakteure im Forschungsdatenmanagement benennen können,
  • die unterschiedlichen Schritte des FDM kennen,
  • versuchen, diesen unterschiedlichen Schritten Werkzeuge zuzuordnen.

SCENARIO

Jacqueline möchte einen kurzen Kurs konzipieren. An ihrer Universität führen die Bibliothekare in den Mittagspausen in regelmässigen Abständen „Lunch Time Lectures“ für die Forscher und Studierende durch. Sie möchte in den kommenden Wochen einen solchen Kurs zum Thema Forschungsdatenmanagement geben. Der Kurs darf nicht länger als 45 Minuten dauern.

 

Folie 2

Der Kurs beginnt mit einer Benennung der Lernziele.

In der Regel enthält jeder Kurs zwischen drei bis fünf Lernziele.

Es sollten nicht zu wenige Lernziele sein, um Monotonie vorzubeugen und nicht zu viele, um eine kognitive Überlastung zu vermeiden.

Die Länge eines Kurses hat nichts mit der Anzahl der Lernziele zu tun, sondern nur mit der Zeit, die für das Erreichen eines Ziels zur Verfügung steht.

Folie 3

Nach den Lernzielen folgt in der Regel eine Einführung.

Diese wiederum enthält häufig eine Reihe von Definitionen, die für das Verständnis des Kurses notwendig sind und dafür sorgen, dass eine gemeinsame Sprache gesprochen wird.

In unserem konkreten Fall beschränkt sich die Einführung auf die Definitionen …

Folie 4

… und eine einfache Klassifikation von Forschungsdaten, die hilft, die vorher genannte Definition zu konkretisieren bzw. zu illustrieren.

Folie 5

Als letzter Teil der Einführung wird der Forschungsdatenlebenszyklus vorgestellt sowie die unterschiedlichen Perspektiven, die darauf eingenommen werden können.

In unserem Fall handelt es sich um die Perspektiven der Forscher sowie der Datenkuratoren.

Folie 6

Unmittelbar nach der Einführung schliesst sich eine erste Aufgabe an.

Folie 7

Den Teilnehmern werden die Fragmente eines Puzzle ausgehändigt und sie werden gebeten, diese in Gemeinschaftsarbeit (d.h. zu zweit) zusammenzufügen.

Anschliessend werden die Ergebnisse im Plenum ausgetauscht.

Die Lösung dieser Aufgabe finden Sie im Teil «Übung».

Folie 8

Anschliessend geht es um die Vertiefung der Thematik des Forschungsdatenmanagement.

Dazu werden zunächst die FAIR Principles vorgestellt.

Der Vorteil dieses Inputs liegt darin, dass man sich das Gelernte anhand der Abkürzung FAIR gut merken kann.

Folie 9

Anschliessend werden die mit den FAIR-Prinzipien verbundenen Vorteile vorgestellt, um den Teilnehmern des Kurses die Mehrwerte des Forschungsdatenmanagement vorzustellen.

Folie 10

In einigen Fällen ist es sinnvoll, dies mit konkreten Beispielen zu untermalen.

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Folie 12

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Folie 14

Nach der Vertiefung wird eine zweite und längere Aufgabe gestellt, die in der gesamten Gruppe zu lösen ist.

Folie 15

Auf einer Pinnwand wird Platz für einzelne Rubriken geschaffen, die Schritte im Datenlebenszyklus darstellen.

Anschliessend werden denTeilnehmern Karten mit Werkzeugen ausgehändigt, die den Rubriken des Kurses hinzufügen sind.

Auf dieser Folie finden sie die einzelnen Rubriken mit den Arbeitsschritten abgebildet.

Folie 16

Auf dieser Folie sehen Sie die einzelnen Werkzeuge, die zuzuordnen waren.

Einen Lösungsvorschlag für die Übung finden Sie unter dem Abschnitt «Übung».

Das Ziel der Übung ist jedoch nicht, dass die Werkzeuge richtig zugeordnet werden, sondern, dass sich aus den Zuordnungen ein Gespräch in der Gruppe ergibt und die Teilnehmer erläutern, wie sie zu ihrer Entscheidung gekommen sind.

Gleichzeitig ist es möglich, dass die Teilnehmer die Werkzeuge, die sie zuordnen sollen, gar nicht kennen.

Dies ergibt die Möglichkeit, dass der Kursleiter oder die anderen Teilnehmer diese erläutern.

Folie 17

Nach der Vertiefung endet der Kurs mit einer Wiederholung der wichtigsten gelernten Inhalte.

In unserem Beispeil zunächst mit einer visuell-graphischen Darstellung …

Folie 18

… dann mit einer textuellen Zusammenfassung der erreichten Lernziele.

Folie 19

Am Ende eines Kurses sollte immer Zeit für das Stellen offener Fragen gegeben werden.

Die verbleibende Zeit kann auch für eine Diskussion oder eine mündliche Evaluation genutzt werden.

LOOK

Rollen

Hier sehen sie die Rollen, die während des Durchgangs eines Lebenszyklus eingenommen werden können.

Modul-9-1_Rollen (PDF)

Übung

Ordnen Sie nun die Tools den einzelnen Schritten zu.

Tools (PDF) | Schritte (PDF)

Lösung

Hier zeigen wir Ihnen die Lösungen zu den beiden Aufgaben aus dem Beispielkurs.

Übung der Tools und Schritte (PDF)

TAKEAWAYS

Takeaways

In diesem Teil haben wir Ihnen einen kurzen Kurs zusammengestellt, der essentielle Kenntnisse zum Forschungsdatenmanagement vermittelt und zwei einfache Beispielaufgaben enthält.

Die Kommentare zu den Folien enthalten erste Erläuterungen zum methodisch-didaktischen Aufbau eines Kurses.

 

Bitte zitieren als
BLUMER, Eliane und SCHNEIDER, René. Modul 9-1: Train the Trainer: Beispielkurs. In: MASTRANDREA, Elena, PRONGUÉ, Nicolas, SCHNEIDER, René und STETTLER, Niklaus, Kursbuch Forschungsdaten [online]. HTW Chur – HEG Genève, 2017. Verfügbar unter: http://www.researchdatamanagement.ch/modul-9-1/